Erläuterungen

zu „Der Traumat“ ISBN 978-3-85251-802-2

Vorwort

Das Studium des „Traumat“ ist keineswegs ein leichtes Unterfangen . In vieler Hinsicht unterscheidet sich die Lektüre von herkömmlicher Kost . Die vorliegende Auflage 2009 wird dem Vorhaben , sich mit den Heutigen zu befassen , gerecht . Ziel dieser Erläuterungen ist es Hintergrund , Ergänzungen und Inhalte aufzuzeigen . Es ist mir eine besondere Ehre , 36 Jahre nach der Erstveröffentlichung , dieses kleine Handbuch zu besprechen . Gerade rechtzeitig für den Aufbruch in die neue Zeit , um sich mit Vergangenheit , Jetzt und Zukunft zu beschäftigen . In der vorliegenden Fassung haben verschiedenste Aspekte und Themen des Verfassers Einzug erhalten : Es ist wohl möglich, daß nicht nur die Reihenfolge der Fragmente veränderbar ist, sondern auch kleinere Einheiten und sogar einzelne Wörter können untereinander austauschbar
sein, wodurch immer neue Gesichtspunkte der Geschichte
zutage treten und erzählt werden. Indem du dich in die
Fragmente einmischt, gibst du ihnen Sinn und Richtung
. Der Verfasser findet einen Zugang zum „Traumat“ , indem er die Fragmente aufarbeitet und mit seinen eigenen ihm vertrauten Worten ergänzt oder umformt , es gelingt ihm die Essenz abzurunden . Der Autor selbst gibt an , sein Pamphlet sei aus Drang nach Ausdruck , Persönlichkeit und der Suche nach Spiritualität entstanden , aus einem inneren Bedürfnis heraus . Und , dass er mit dem Verfasser , Jahre später gemeinsam das Buch schrieb und im Eigenverlag veröffentlichte . Einmal sei er gefragt worden , ob er die Geschichte im Wald wirklich erlebt hat .

Einleitung

Wir eröffnen uns den Zugang mithilfe einer imaginären Karte von oben , wir sehen einen großen See der fast die obere Hälfte verdeckt , am unteren Rand des Sees ist ein Gebirge , ganz rechts ein Vulkan . Links oben ist ein kleine Siedelei zu erkennen , Walfänger . Unterhalb Wald der bis zum Gebirge reicht . Wo sie sich treffen ein Dorf , fast links unten , Turmgrund . Ganz rechts Felsen und Einöde . Die Ereignisse sind räumlich festgehalten und Details der Handlungsorte bei näherer Betrachtung zu erkennen .

Die einzelnen Geschichten sind Hinführungen und Ergänzungen zu den Aussagen der Traktate , verpackt in Fragmente . Diese sind im Inhaltsverzeichnis aufgeführt und können Erkenntnisfragment , wie „Von Verborgenem“ oder Geschichtenfragment, wie „Der Pfad des Traumaten“ , sein . Auch finden wir den Begriff Hololog . Das Menu wird in Zwischensequenzen vom „Sammler“ und vom Verfasser garniert . Als Vorspeise werden neben den üblichen Floskeln , weise Zitate serviert .

Folgende Perspektiven können unterschieden werden : Der Verfasser schlüpft in die Rolle eines Erzählers , wie in „Der Grat“ und „Die Erde träumt“ , in der dritten Person . In „Der weinende See“ , „Tränen des Wissens“ , “ Von Verborgenem“ und „Das Geschlossene“ werden wir von einem ich/wir mit Du angesprochen . Und aus der Ich Perspektive „Der Pfad des Traumaten“.

Fragen : Hat das Buch eine Handlung ? Welche Intension steckt hinter dem Buch ? Wer oder was ist der Traumat ? Wer oder was sind die Heutigen ? Welchen Anspruch erhebt das Buch , Erkenntnis oder Wissen aus seiner Lektüre zu schöpfen ? Können wir Wahrheiten finden oder bleibt es nur bei der Suche ? Was ist mit Ende der Zeit gemeint ?

Der weinende See

Wir befinden uns am Waldrand und setzen uns auf einen umgefallenen Baum , der wie ein Krokodil aussieht und starten mit dem Hinweis : Die Quelle liegt in den Worten nicht im Traum allein . Wir lassen unseren Gedanken freien Lauf und sehen , so wie in einer Zeitmaschine , die Tage , Jahre , Jahrtausende vorüberziehen , erkennen den Wandel . Denken an den Mensch und seine Sehnsüchte , das Menschsein und ihre Sorgen , lehnen uns zurück und befreien uns , indem wir loslassen . Unverkennbare Aufbruchstimmung liegt in der Einleitung des Verfassers : Erneut kommt die Kraft des Traumaten über uns, wird zu unserer Kraft, weil
wir in seinen Worten ihre Quelle erschließen können
. Dieses Erkenntnisfragment ist ein lyrisches Traktat . Wie auf Messers Schneide bahnen sich die Gedanken des Protagonisten einen Weg durch seine Erkenntnis und seine Zweifel . Der Akt des Erschaffens erlaubt ihm einen Blick in andere Welten , zu denen er im Begriff ist aufzubrechen .